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Der elektrische Tafelwischer
Tafelwischen auf Knopfdruck
Kurzbeschreibung
Wir haben einen Tafelwischer gebaut, der aus dem Gestell mit dem Motor und einer Umklappmechanik an der die Wischeinheit und der Abzieher befestigt sind, besteht. An diesem Projekt haben wir seit einem halben Jahr gearbeitet und ca. 200 Arbeitsstunden investiert.
Funktionsweise
Das Gerät drückt die Wischeinheit mit den Wasserdüsen an die Tafel. Jetzt fährt es von links nach rechts, wobei die Kreide mit dem Wasser gelöst wird und vom Lappen abgewischt wird. Wenn es am Ende angekommen, ist hört die Wasserpumpe auf zu pumpen und die Wischeinheit wird abgeklappt, damit der Abzieher anklappt.
Mit dem aktiven Abzieher wird die ganze Tafel, auf dem Weg von rechts nach links zurück, getrocknet. Wir arbeiten daran das verbrauchte Wasser zu filtern und wieder in die Anlage zu leiten um einen möglichst niedrigen Wasserverbrauch zu haben.
AUSBLICK
Für die Zukunft soll unser Gerät noch leichter sein. Es soll aus Aluminium und Plastik bestehen. Es soll ein schönes ansprechendes Gehäuse bekommen und über den PC (oder Mirkoprozessor) gesteuert werden.
Umweltdetektive am Gymnasium Wolbeck
Umweltdetektive am Gymnasium Wolbeck helfen Energie zu sparen und Müll zu trennen
Vor bereits einigen Jahren startete am Gymnasium Wolbeck ein Projekt zur Mülltrennung und Energieeinsparung. Dieses Projekt hilft nicht nur die Umwelt zu schonen, sondern trägt auch dazu bei, die Kosten für Energieausgaben und Müllentsorgung möglichst gering zu halten.
Leider ist dieses Projekt in letzter Zeit etwas ins Stocken geraten. Müll wurde häufig nicht fachgerecht getrennt, lag öfters auf dem Boden herum und viele Schüler/innen verließen die Klassenräume in den Pausen, ohne daran zu denken, dass Licht auszuschalten.
Dieses nahm die Lehrerschaft und Schulleitung des Gymnasium Wolbecks zum Anlass über Änderungen nachzudenken. Daher startete in diesem Schuljahr ein Projekt der SV „Umweltdetektive“.
Jede Klasse wurde mit einem Plakat zum Energieeinsparen ausgerüstet. Darüber hinaus gibt es in jeder Klasse einen „Umweltdetektiv“, der stellvertretend für die Lehrer, verantwortlich dafür ist, dass die jeweilige Klasse/ der jeweilige Kurs nicht nur den Müll fachgerecht trennt, sondern auch den Klassenraum/ Kursraum sauber hält und Energie (Strom und Heizöl) einspart.
Um diese hohen Ziele zu erreichen, kontrolliert die SV die Klassenräume in regelmäßigen Abständen und verteilt grüne (alles super), gelbe (noch okay) und rote (mehr Sorgfalt ist dringend erforderlich) Punkte. Die Umweltbewussteste Klasse wird den Wettbewerb gewinnen und mit einer Urkunde und 100 Euro für die Klassenkasse belohnt werden.
Mülltrennung, aber wie?
In jeder 5. Stunde eines jeden Schultages werden durch die Umweltdetektive die Mülleimer kontrolliert und gegebenenfalls mit einer dafür bereitgestellten Zange neu sortiert. Darüber hinaus gibt es in der Schule Sammelbehälter für die Entsorgung von alten Tonern und Tintenpatronen.
Energieeinsparen, aber wie?
Neben der Gewährleistung einer effektiven Mülltrennung haben die Umweltdetektive die Aufgabe darauf zu achten, dass das Licht in den großen Pausen und nach Unterrichtsschluss immer ausgeschaltet wird. Das Gleiche gilt für Computer, Beamer und andere technische Geräte.
Energieeinsparen durch fachgerechtes Lüften
Die Umweltdetektive achten darauf, dass die Klassenräume in der 5 Minuten Pause für 3-5 Minuten gründlich gelüftet werden, und damit eine gute Durchlüftung in der Raumtiefe gewährleistet wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass es nicht zu einer Auskühlung des Raumes, sondern nur zu minimalen Wärmeverlusten kommt. Ein hoher Wärmeverlust, der durch das Lüften gekippter Fenster zustande kommt, entfällt somit.
„Grundschulforscher“: Eine Kooperation zwischen dem Gymnasium Wolbeck und der Nikolaigrundschule Wolbeck
Projektteam
Schüler der vierten Jahrgangstufe der Grundschule und
betreuende Schüler der 12. Jahrgangsstufe des Gymnasiums:
- Luisa Dahlkamp
- Steffen Berning
- Janek Bleker
- Jan Strathaus
- Maximilian Rebstein
Kurzbeschreibung
Unser Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse – nicht zuletzt auch in Anbetracht des nahenden Wechsels in die Sekundarstufe I - an das Arbeiten im naturwissenschaftlichen Unterricht des Gymnasiums mit anschaulichen und einfachen Versuchen aus den Bereichen der Biologie, Chemie und Physik heranzuführen und die Begeisterung für das experimentelle Forschen und Entdecken zu fördern und zu unterstützen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer führen hierzu unter Anleitung von Oberstufenschülern unserer Schule Experimente durch und erhalten Begleitmaterial, das von uns speziell für das altersgerechte Arbeiten mit Schülergruppen aus der Primarstufe erstellt wurde.
Projektpräsentation
Projektbeschreibung:
Die Schülerinnen und Schüler im fortgeschrittenen Grundschulalter haben einen ausgeprägten, naturwissenschaftlich-ganzheitlichen Forscher- und Entdeckerdrang. Dieser Neugier kann im experimentellen Bereich des Sachunterrichts der Grundschule nur begrenzt begegnet werden.
Interessierten Schülerinnen und Schülern ortsnah ein Angebot zu machen, Einblicke in den Bereich der experimentell zu erschließenden Naturwissenschaften zu ermöglichen und ein altersgemäßes, methodisch und didaktisch durchdachtes Angebot in Form eines Blockpraktikums zu eröffnen, ist Ziel dieser Initiative.
Didaktisches Modell
Verschiedene Themen aus der Erlebniswelt der Kinder sollen mit Versuchen aufgegriffen und in Form eines Lernzirkels durchlaufen werden. Jedes Team bekommt ein Experimentalset mit den entsprechenden Anleitungen. Die Versuche je Station werden so bemessen, dass alle Gruppen in etwa zeitgleich zum Ziel kommen.
Themenbausteine:
- Einführung in das Arbeiten im Labor
- Zitrone & Co: Geisterlabor, Feuerwerkslabor, Duftlabor, Obstlabor, Superlimo
- Rotkohl oder Blaukraut?: Saftlabor, Färbelabor, Testlabor
- Mikroskopie
- Magnetismus: Kraft des Magneten, Wirkung von Magneten aufeinander, Stärke von Magneten, Magnete selbst gemacht
- Feuer & Wasser: Farben spalten mit Wasser, Filmdosenraketen, Seifenblasen, Feurige Teebeutel
Diese Themenbereiche folgen dem ganzheitlichen science-Ansatz und greifen Facetten aus allen drei klassischen Naturwissenschaften auf.
Erfahrungsbericht und Ausblick:
Die Pilotphase der Forscher-AG ist erfolgreich geendet und von Seiten der Oberstufenschüler, der Grundschüler und der Projektleitung positiv evaluiert worden. Die Schülerinnen und Schülern sind mit viel Neugier und Interesse an die AG herangegangen und haben viele, neue Erfahrungen gesammelt, gerade im Bereich des experimentellen Arbeitens.
Da sich für den ersten Durchgang der „Grundschulforscher“ mehr Kinder beworben haben, als Plätze frei waren, und im ersten Durchgang durchweg positive Erfahrungen mit den „Grundschulforschern“ gewonnen wurden, wird im Zeitraum zwischen den Oster- und den Sommerferien ein zweiter Durchgang stattfinden. Dann wird es auch möglich sein, mehr als zwölf Grundschüler aufzunehmen. Die Kooperation mit den Oberstufenschülern wird auf jeden Fall beibehalten.
Umwelthefte - am Gymnasium Wolbeck wird Grün großgeschrieben
Projektteam
Wilko Beinlich
Max Engeln
Birk Rasche
Johanna Höfener
Judith Lesske
Margarete Stüer
Ines Glasner
(Mitglieder der SV 2008/2009)
Kurzbeschreibung
(siehe Projektpräsentation)
Projektpräsentation
Durch zahlreiche kleinere Projekte versucht das Gymnasium Wolbeck einen Beitrag zur Entlastung der Umwelt zu leisten. Viele dieser Projekte werden dabei von und mit Schülerinnen und Schülern geführt. Die Schülervertretung gilt als Schirmherren für einige von ihnen. Zwei Projekte davon möchten wir Ihnen im Folgenden vorstellen:
Deutschland liegt mit über 230kg Papier-Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr weltweit auf einem der Spitzenplätze. Daraus werden unter anderem jedes Jahr über 200 Millionen Schulhefte produziert und verkauft, was bei ca. 9 Millionen Schülern ungefähr 20 Hefte pro Schüler im Jahr sind und über 2.000.000 geholzte Bäume!
Um diese schier immense Zahl zu vermindern verkauft die SV des Gymnasiums Wolbeck bereits seit einigen Jahren Umwelthefte der Marken Greenpeace und Robinwood, die nicht aus Holz, sondern aus Recyclingpapier hergestellt werden. Zu Beginn eines Schuljahres können die Eltern der neuen 5-Klässler für ihre Kinder bei der SV so genannte Starterpakete bestellen, die bestückt sind mit 14 Heften, wobei die Auswahl der Hefte mit den Lehrern und Fächern der Schüler abgestimmt ist. Dieses Angebot hat nicht nur den Vorteil, dass sich die Eltern keine Gedanken über die richtigen Hefte machen müssen, sondern auch, dass die Schüler mit dem Wechsel auf die neue Schule sofort ein gewisses Umweltbewusstsein entwickeln. Zum ersten Mal wird es diese Heftpakete dieses Jahr auch für die Klassen 6 und 7 geben. Des Weiteren hat die SV immer einen großen Vorrat an Heften vor Ort, die wöchentlich in den Pausen an die Schüler verkauft werden. Damit das Kaufen von Recyclingheften für die Schüler attraktiv bleibt, veranstaltet die SV gelegentlich einen Helft-Aktionstag, an dem die Hefte zu besonderen Preisen angeboten werden (3 Hefte für 1€). Die SV, die dies alles ehrenamtlich organisiert wird dabei unterstützt von der umweltbeauftragten Lehrerin Katharina Boehm, die dieses Amt mittlerweile pensionierten Georg Rölver übernommen hat.
Die Umwelthefte, welche einen geringen Betrag mehr kosten als die „normalen“ Hefte, sind qualitativ nicht minderwertiger und haben neben dem ökologischen Nutzen noch einen weiteren Vorteil. Durch den Verkauf der Hefte konnte im letzten Jahr eine Summe von 500 Euro gesammelt werden, welche der Partnerschule des Gymnasiums Wolbeck in Nigeria übergeben wurden.
Ein weiteres „grünes Standbein“ am Gymnasium Wolbeck ist die Installierung eines Umweltdetektive in den unteren Klassen. Dieser beauftragte Schüler sorgt dafür, dass in seinem Klassenraum einige Energie sparende und Umwelt entlastende Punkte eingehalten werden. Als Anreiz dafür zu sorgen, dass stoßweise gelüftet wird, die Klassenräume nicht verschmutzt werden und der Müll sauber getrennt wird, gibt es am Ende des Schuljahrs für die „energiesparendste“ Klasse eine Siegerprämie von 100€ für die Klassenkasse zu gewinnen.
Dadurch wird die seit einigen Jahren durchgeführte Mülltrennung den Schülern wieder näher gebracht, wodurch immense Kosten gesenkt werden können. Die Schüler lernen mit ihrem Klassenraum sorgsam umzugehen und erfahren schon früh, dass der Energieaufwand bei einem Dauergekippten Fenster viel höher ist, als der Nutzen den man durch kurzweiliges Stoßlüften erhält. Außerdem spart die Schule durch diese Aktion zumindest einen kleinen Teil der anfallenden Energiekosten.
Die SV hat die Aufgabe übernommen den Umweltdetektive auf die Finger zu schauen und anhand einer Liste mit den zu beachtenden Punkten zu entscheiden, wer am Ende seine Aufgabe am besten erledigt hat.
All diese Aktionen werden selbstverständlich auch im nächsten Jahr weitergeführt und wir Schüler können stolz darauf sein einen kleinen ersten Schritt getan zu haben für eine saubere, unbelastetere Umwelt!
Fotovoltaik - Energie aus der Sonne
Projektteam
Wilko Beinlich
Max Engeln
Birk Rasche
Johanna Höfener
Judith Lesske
Margarete Stüer
Ines Glasner
(Mitglieder der SV 2008/2009)
Projektbeschreibung
Historischer Hintergrund
Im Jahre 10 nach Tschernobyl wurden Schüler/innen am Gymnasium Wolbeck bereits in Energiefragen wach und eigenständig tätig.
Eine Schülergruppe gründete 1996 nach ihrem Abitur die Umweltgruppe „Die Geoparden“. Diese Umweltgruppe lud im Juni 1996 im Schulzentrum Wolbeck zu einer Gesprächsrunde mit Vertretern der Stadtverwaltung, dem Umweltamt, dem Schulamt und Vertretern der drei Schulen des Schulzentrums Wolbeck und weiteren Interessierten ein. Auf diesen Antrieb hin entwickelte sich im Schulzentrum Wolbeck eine Arbeitsgruppe mit dem Schwerpunkt: „Sorgfältiger Umgang mit Energie“
Ein Jahr später organisierte das Umweltamt der Stadt Münster das Öko-Audit für Schüler, wobei schon auf Erfahrungen im Schulzentrum Wolbeck zurückgegriffen werden konnte. Maßnahmen wie Beleuchtungskontrolle in den Pausen, Beschriften von Schaltern, Austausche von Glühbirnen gegen Energiesparlampen stieß bei Schülern/innen auf großes Interesse. Temperaturmessungen in fast allen Räumen zeigten z. T. ständige Überheizungen bzw. viel zu umfangreiche Installationen von Heizkörpern. Langzeitmessungen in einem Musterraum brachten ungeahnte Messdaten zusammen, die im Computer gespeichert und in verschiedenen Diagrammen sichtbar gemacht wurden, was die Schülerschaft motivierte weiterzuarbeiten. Leider wurde diese Projekt durch die Totalsanierung des Gebäudes 1998 jäh abgebrochen.
Im Rahmen eines weiteren Öko-Audits von 2002 bis 2006 erfolgte die erfolgreiche Einführung der Mülltrennung im Schulzentrum Wolbeck nach dem 30%, 30%, 40% Modell. Dieses Projekt wird auch heute noch durch die Schüler gepflegt und im Rahmen des Umweltdetektive-Projektes aktiv praktiziert.
Aus dieser Zeit stammt auch die Idee, Ressourcen durch die konsequente Benutzung von Recyclingpapier zu schonen. Seit Start des Projektes „Mehr Recyclingpapier in Schulen“ wurden durch die SV und engagierte Schüler im Gymnasium Wolbeck bereits ca. 10.000 Schulhefte und Collegeblöcke mit dem blauen Engel verkauft. Es finden regelmäßig Aktionsverkaufsstände für die komplette Schülerschaft und Informationsveranstaltungen für die neuen 5er statt. Die Schüler haben aber nicht nur die Möglichkeit jeden Freitag Umwelthefte zu kaufen, sondern die SV organisiert auch zum Beginn eines jeden Jahres Starterpakete. Der Umwelthefteverkauf wurde zu einem festen Bestandteil der Schülerarbeit der SV am Gymnasium. Auch der komplette Kopierbetrieb wird durch Recyclingpapier gedeckt.
Aktuelles Vorhaben
Parallel dazu besteht seit Jahren der Wunsch interessierter Jugendlicher das aktuelle Thema „Erneuerbare Energien“ aufzugreifen um im Rahmen einer Umwelt-AG praktisch umzusetzen.
Ohne Wissen der Schule wurde wenige Jahre nach der Sanierung des Gebäudes (im Jahre 2000-2001) privatwirtschaftlich eine Fotovoltaikanlage installiert, ohne dass die Schülerinnen des Schulkomplexes bis heute diese wahrnehmen können.
Bisherige Versuche der Schülerschaft die Leistung der auf dem Dach installierten Anlage per Anzeigetafel sichtbar zu machen und vor Ort produzierten Strom ins schuleigene Netz einzuspeisen scheiterten vor allem an der Tatsache der privaten Bewirtschaftung der Fotovoltaikanlage.
Im Schulzentrum Wolbeck besteht nun die Idee, mit einem neuem Anlauf im Rahmens des Kick-Projektes endlich einen weiteren Beitrag zum Thema Umwelt- und Klimaschutz in die Tat umzusetzen. Die vorhandene Fotovoltaikanlage soll mit ihren Daten über ein Display allen Schülern, aber auch Besuchern des Schulzentrums sichtbar gemacht werden und die Messwerte für Unterrichtsprojekte im Physikunterricht über das schuleigenen Computernetz nutzbar gemacht werden.
Konkret sind bisher folgende Punkte angedacht:
- Da das Schulzentrum Wolbeck noch über große bereits sanierte freie Dachflächen verfügt, wird ein Betreiber für eine Fotovoltaikanlage gesucht.
- Der produzierte Strom soll direkt ins Schulnetz eingespeist werden und damit helfen Energiekosten zu senken.
- Mit der Installation der Anlage solle gleichzeitig die Aufstellung einer Anzeigetafel und die Einspeisemöglichkeit der Messwerte ins Schulnetz erfolgen.
- Es besteht die Möglichkeit eine solche Anzeigetafel mit einer Wetterstation zu koppeln.
- Da die Bedeutung von Kraftwärmekopplung bisher wenig verbreitet ist, wünschen wir gleichzeitig eine Darstellung der Leistungswerte der vorhandnen 50 kW Anlage im Keller der Hauptschule auf der Schautafel anzuzeigen.
Mit der Umsetzung dieser Punkte bestände eine sehr gute Möglichkeit allen Schülern des Schulzentrums Wolbeck die Funktion und Bedeutung moderner Energieerzeugung praxisnah, ortsnah und mit aktueller Informationstechnik nicht nur zugänglich, sondern auch bewusst zu machen. Die Betreuung der Anlagen geschieht durch engagierte Schüler und Lehrer im Bereich der Physik.
Für die Anbringung einer Anzeigetafel beläuft sich ein Kostenvoranschlag auf 2500 Euro, wobei eine Verkabelung der Fotovoltaikanlage mit der Schautafel noch nicht inbegriffen ist.
Konzept "Schule als Lebensraum"
Projektteam
Felix Rückel
Emina Ekic
Jule Wild
Guillian Ludwig
Felix Pfeiffer
Sabrina Pahl
Projektbeschreibung
Mit Wiederbelebung der Garten-AG am Gymnasium Wolbeck stellt sich die Notwendigkeit für die Erarbeitung eines sinnvollen und nachhaltigen Konzeptes zur Gestaltung des Innenhofs zwischen dem Stern 5 und 6.
Damit einerseits die Pflege des Gartens erleichtert wird, es andererseits aber auch nicht zu langweilig aussieht, sollen diese Anforderungen zum Beispiel durch die geschickte Auswahl der Pflanzen erfüllt werden.
Da es in Städten ökologische Probleme gibt (Nahrungsmangel bei blütenbesuchenden Insekten), soll die Garten-AG durch die Einbeziehung des übrigen Schulgeländes etwas zur Milderung dieser Situation beitragen.
Alljährlich finden sich von Mitte Juni bis Mitte Juli vermehrt tote oder sterbende Hummeln unter Linden an vielen Stellen im Stadtgebiet. Die Ursache für das Hummelsterben liegt im zu dieser Zeit geringen Nahrungsangebot. Die Linden stellen für die Hummeln die letzten Nahrungsquellen dar. Wenn diese versiegen geht den Hummeln wortwörtlich der Saft wortwörtlich der Saft zum Überleben aus.
Die Grünanlagen, Gärten und Balkone bieten den Tieren kaum brauchbaren Ersatz, dominieren hier doch Koniferen, Rasenflächen oder Pflanzen, die entweder stark überzüchtet oder nicht heimisch sind und daher für die Tiere keine Nahrung bieten.
Dies ist ein Anzeichen für eine Veränderung in den Städten, die seit etlichen Jahren zu beobachten ist. Die sterbenden Hummeln sind nur ein sichtbarer Indikator für eine Verschlechterung der Lebensqualität vieler Tiere und Pflanzen in unseren Städten.
Um einer Verarmung der Artenvielfalt entgegen zu wirken, möchte die Garten-AG mit diesem Konzept eine Aufwertung des Schulgeländes anstreben. Auch das Angebot an Lebensstätten steht im Augenmerk der Garten-AG.
Hier sind nachfolgend einige Ideen aufgeführt, die kurz- und mittelfristig eine Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes der Schule und ein erhöhtes Nahrungsangebot für viele Tiere in der Stadt zur Folge hat.
Kurzfristige Ansätze:
- Die schonende Umgestaltung und Pflege des Schulgartens soll weiter betrieben werden. Hier ist geplant, vermehrt blühende Stauden zu pflanzen.
- Hinsichtlich der Problematik mit dem Acker-Schachtelhalm, der viele Pflanzen überwuchert, soll auch ein möglichst pflegearmes Konzept umgesetzt werden. In manchen Bereichen soll durch den Einsatz bodendeckender Pflanzen (z. B. Immergrün) der Schachtelhalm verdrängt werden. Andere Bereiche müssen durch wiederholtes Zupfen frei gehalten werden.
- Nicht nur im Schulgarten, auch in den Beeten an den Gebäuden, sollen blühende Pflanzen etabliert werden. Hier bieten sich zahlreiche Pflanzen an, zuerst sind Stockrosen, Sommerflieder (Buddleja, nicht heimisch, aber sehr gut für Schmetterlinge) und Kapuzinerkresse geplant.
- Auch das Brut-, Nist- und Versteckplatzangebot soll erhöht werden. Hierzu sollen verschiedene Nisthilfen (für Vögel, Fledermäuse und Wildbienen) gebaut und aufgehängt werden und auch Nützlinge im Garten und im Umfeld gefördert werden (z. B. Ohrwurmnester).
- Durch den Aufbau eines funktionsfähigen Komposthaufens kann der anfallende Grünabfall des Gartens aber auch der Bioabfall der Biologie nachhaltig genutzt werden.
Mittelfristige Ansätze:
- In den großen Rasenflächen (besonders südöstlich der Turnhalle 2 (TH2)) sollten mehrere Hochstammobstbäume gepflanzt werden. Hier sollen heimische Sorten Verwendung finden, z. B. Roter Boskop, Dülmener Rose, Pfannkuchenapfel, Birnensorten oder Hauszwetschge. Das Obst kann dann auch Verwertung finden.
- In den großen Rasenflächen können auch einzelne Bereiche mit einer reichen Blumenflora etabliert werden. Hier bietet sich zum Beispiel eine Fläche östlich der TH2 an.
Diese Ideen können natürlich nur in Absprache mit der Stadt Münster umgesetzt werden.
Bewusst wird darauf geachtet, nach Möglichkeit die Samen von Wildpflanzen selbst zu sammeln und dann anzuziehen. Dies hat natürlich pädagogische Hintergründe. Auf diese Weise lernen die SuS, die sich in der Garten-AG engagieren (derzeit Felix Rückel (Klasse 5a), Emina Ekic, Jule Wild, Guillian Ludwig, Felix Pfeiffer und Sabrina Pahl (Klasse 7b)), einheimische Wildpflanzen und die Art der Vermehrung von Wildpflanzen kennen.
Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist es natürlich, dass die Kosten für Pflanzen gering gehalten werden.
Kostenplanung:
Nachfolgend sind die für das Jahr 2009 anstehenden Kosten aufgeführt. Es sind Angaben, die nach Vorerkundungen in Gartencentern und Baumärkten gesammelt worden sind.
Posten | voraussichtliche Kosten |
I Werkzeug |
|
Spaten | 30,00 € |
Grabegabel | 15,00 € |
Pflanzwerkzeug | 15,00 € |
Schlauch | 30,00 € |
Schlauchzubehör | 20,00 € |
Anzuchttöpfe | 15,00 € |
Anzuchtgewächshäuser | 20,00 € |
Blumenkästen | 30,00 € |
Rankhilfen | 50,00 € |
| |
II Pflanzen und Materialien |
|
verschiedene Stauden | 100,00 € |
Blumenerde (zur Ansaat) | 10,00 € |
Kompostbehälter | 45,00 € |
| |
II Bücher |
|
verschiedene Fachbücher Garten | 70,00 € |
|
|
Gesamtsumme | 450,00 € |
Das aufgelistete Werkzeug ist notwendig, da für die Garten-AG derzeit kaum geeignetes Gerät zur Verfügung steht. Ein Grundstock an Werkzeug ist für die geplanten Arbeiten dringend notwendig.
Auch ein geeigneter Gartenschlauch ist nicht vorhanden, aber nötig.
Der derzeit vorhandene Kompostbehälter ist defekt und muss dringend ersetzt werden. Die Kompostecke ist derzeit der unattraktivste Teil des Gartens.
Mit den Stauden soll das derzeitige Angebot an Pflanzen im Garten ergänzt werden. Es ist geplant, unter anderem folgende Stauden für den Garten zu besorgen: Lavendel, Salbei, Thymian, Blutweiderich, Immergrün, Frauenmantel, Clematis, Waldgeißblatt, Bambus.
Rennofen
Projektteam
Chemiekurs der Jahrgangsstufe 11
Projektbeschreibung
Bau und Betrieb eines Rennofens
Tag 1: Mittwoch, 25. März 2009
Die Projektteilnehmer des Rennofenprojekts trafen sich um 8 Uhr in den Chemieräumen zur Vorsprechung des Projekts. Anschließend begann der Bau des Rennofens. Dazu wurden Lehm und Steine verwendet. Währendessen führte ein anderer Teil der Gruppe theoretische Arbeiten durch, wie zum Beispiel Temperaturexperimente oder Recherche von historischen und geografischen Aspekten der Eisengewinnung. Eine weitere Gruppe übernahm das Rösten des Raseneisenerzes über einer Feuerstelle, nachdem das Raseneisenerz zerkleinert war. Zur Sicherheit wurde Sand getrocknet, damit der Rennofen notfalls gelöscht werden kann.
Tag 2: Donnerstag, 26. März 2009
Pünktlich um 8 Uhr startete die Sicherheitsbelehrung. Direkt danach wurde der Rennofen 4 Stunden lang durch ein Feuer im Inneren getrocknet. Der Ofen wurde mit Hilfe von Koks vorgeheizt. Nun begann der eigentliche Prozess. Die Schüler/innen füllten den Rennofen abwechselnd mit Holzkohle und Raseneisenerz (Verhältnis 3:1). Die gewünschte Temperatur von 1200 °C konnte nicht überwacht werden, da die Temperaturfühler durch die Hitze des Ofens schmolzen. Unter ständiger Aufsicht bewachten die Projektteilnehmer den Rennofen bis 13.30 Uhr. Jetzt konnten wir endlich die Klappe des Rennofens entfernen. Glühende Holzkohle und Schlacke bröselten aus der Öffnung. Die gewonnene Menge Eisen betrug 200 Gramm. Anschließend wurde der Prozess beendet und der Rennofen brannte aus.
Tag 3: Freitag, 27. März 2009
Nach einer kurzen Nacht in der Turnhalle und einem gemeinsamen Frühstück begannen die Teilnehmer um 9 Uhr mit den Aufräumarbeiten. Die Räume wurden geputzt, die Geräte gesäubert und der Ofen abgerissen. Mit dem Ende dieser Arbeiten endete auch das Projekt "Eisengewinnung mit einem Rennofen". Abschließend wurde festgestellt, dass die Gewinnung von Eisen mit einem mittelalterlichen Rennofen komplizierter ist als gedacht! Insgesamt verbrauchten wir 22kg Raseneisenerz und 60kg Holzkohle und erzielten neben den 200g Eisen 8kg Schlacke.








